Das 1×1 des Einrichtens – 7 Tipps und Tricks für Ihr perfektes Zuhause

Es gibt Menschen, die ein natürliches Talent für die Gestaltung von Wohnräumen besitzen. Sie haben ein untrügliches Gespür für Farben, Formen und Lichtverhältnisse. Doch die Mehrheit von uns ist nicht mit einem solchen Designerinstinkt gesegnet. Für diese Menschen sind die folgenden Tipps von großer Bedeutung: Sie helfen dabei, das eigene Zuhause optimal zu gestalten, häufige Fehler zu vermeiden und überholte Einrichtungsregeln zu erkennen. So wissen Sie besser, wonach Sie suchen und was Sie wirklich benötigen, und können teure Fehlkäufe vermeiden.
Einrichtung ist sowohl eine Kunst als auch eine Wissenschaft. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit für diesen Prozess! (Fotos: Europa Möbel-Verbund)
Richtig planen und auswählen
1. Bedürfnisse definieren
Der erste Schritt bei der Planung Ihrer Einrichtung sollte darin bestehen, Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu ermitteln. Viele Menschen lassen sich von Katalogen und Wohnzeitschriften inspirieren. Was dort abgebildet ist, mag zwar ansprechend sein, garantiert jedoch nicht, dass es Ihnen langfristig Freude bereitet. Sie werden sich in Ihrem Zuhause nur dann wohlfühlen, wenn die Möbel und die gesamte Einrichtung zu Ihrem Lebensstil passen.
Was bedeutet das konkret? Wenn Sie beispielsweise eine Familie mit Kindern haben und gerne Gäste empfangen, benötigen Sie einen anderen Esstisch als jemand, der alleine lebt. Wenn Sie abends gerne mit einem Buch entspannen, sind ein bequemer Sessel und eine passende Lampe wichtiger als ein großes Sofa. Wenn Sie Filme und Serien lieben, könnte Ihr Gästezimmer eher als Heimkino dienen.
Überlegen Sie sich also zunächst, welche Möbel Sie häufig nutzen, wie Ihr Alltag aussieht und was Ihnen bisher gefehlt hat. Diese Überlegungen bilden die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.
2. Ausmisten und neu denken
In vielen Haushalten gibt es bereits Möbel und Einrichtungsgegenstände. Inspiriert von Marie Kondo sollten Sie regelmäßig hinterfragen: Was davon ist wirklich notwendig? Was bereitet mir Freude? Was behalte ich nur aus Gewohnheit?
Es ist vollkommen in Ordnung, einige Dinge zu behalten, da Sie nicht in einem leeren Raum leben möchten – es sei denn, das ist Ihr Ziel. Einige Stücke sind einfach praktisch oder schön. Dennoch tut es gut, ab und zu auszumisten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Tipp: Sie können nicht mehr benötigte Gegenstände für einen guten Zweck spenden oder an Freunde und Familie weitergeben. So haben Sie das Gefühl, dass die Dinge nicht einfach weggeworfen werden.
3. Mit Grundriss planen
Nachdem Sie Ihre Bedürfnisse und die zu behaltenden Möbel identifiziert haben, ist es hilfreich, einen Grundriss zu erstellen. Zeichnen Sie auf Papier oder nutzen Sie spezielle Software, um Ihre Möbel – sowohl vorhandene als auch geplante – zu platzieren. Achten Sie darauf, dass der Grundriss maßstabsgerecht ist, um realistische Vorstellungen zu bekommen.
So erhalten Sie ein besseres Gefühl dafür, wie groß die einzelnen Möbelstücke sein dürfen und wo sie im Raum am besten platziert werden können. Halten Sie häufig genutzte Wege frei und berücksichtigen Sie die Sonneneinstrahlung sowie andere Faktoren bei der Anordnung Ihrer Möbel. Übrigens muss das Sofa nicht zwangsläufig an der Wand stehen!
Denken Sie auch an die Beleuchtung: Wo benötigen Sie gutes Licht zum Lesen? Wo fällt Tageslicht in den Raum? Welche Bereiche möchten Sie besonders betonen?
Bonustipp: Eine ungerade Anzahl von Deko-Elementen wirkt harmonischer als eine gerade Anzahl. (Fotos: Europa Möbel-Verbund)
4. Den eigenen Stil entdecken
Im nächsten Schritt sollten Sie Ihren persönlichen Einrichtungsstil definieren. Bevorzugen Sie natürliche Materialien oder gefällt Ihnen ein industrieller Look? Soll es eher verspielt oder minimalistisch sein? Möchten Sie verschiedene Stile kombinieren? Farben, Formen und Materialien spielen hierbei eine entscheidende Rolle.
Erstellen Sie ein Moodboard, indem Sie in Zeitschriften, Katalogen und Ratgebern nach Inspiration suchen. Sammeln Sie Bilder, Farben, Stoffmuster und andere Materialien und gestalten Sie eine Collage. Plattformen wie Pinterest sind ebenfalls hilfreich, um online Ideen zu sammeln. Einige nutzen auch Evernote dafür.
Wichtig ist, dass Sie sich Zeit lassen! Schließlich möchten Sie Entscheidungen treffen, die Ihnen lange Freude bereiten.
Bonus-Tipp: Es wird oft empfohlen, bei den grundlegenden Möbeln wie Sofas oder Regalen auf zeitlose Designs zu setzen. Accessoires können modischer sein, da sie sich leichter austauschen lassen.
5. Mit Accessoires Akzente setzen
Während Möbel wie Sofas und Schränke die Basis bilden, sind Dekorationen und Accessoires das i-Tüpfelchen. Sie verleihen Ihrem Zuhause eine persönliche Note. Vasen, Bilder, Kerzenhalter, Kissen, Decken und Teppiche gehören dazu.
Tipp: Verteilen Sie Ihre Deko-Elemente nicht willkürlich im Raum, sondern gestalten Sie „Deko-Inseln“ auf Sideboards oder um die Couch. Wählen Sie Accessoires, die in Farbe, Material oder Thema harmonieren. Es ist oft sinnvoll, ein oder zwei Akzentfarben auszuwählen und diese an verschiedenen Stellen im Raum zu wiederholen. Kombinieren Sie gerne antike oder gebrauchte Gegenstände mit neuen.
6. Typische Fehler vermeiden
Hier sind einige häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten:
- Alles an der Wand platzieren: In vielen Wohnzimmern sieht es so aus, als ob alles brav an der Wand steht. Experimentieren Sie damit, den Esstisch oder das Sofa in die Mitte des Raumes zu stellen. Nutzen Sie Regale als Raumteiler.
- Zu wenig Licht einplanen: Eine einzige Deckenleuchte mag praktisch sein, aber für Gemütlichkeit ist das nicht ausreichend. Setzen Sie auf eine Kombination aus Tisch-, Wand-, Decken- und Stehleuchten.
- Perfekt passende Möbel auswählen: Wenn alle Möbel „passend“ sind, wirkt es schnell wie in einem Hotelzimmer. Stilbrüche sind erlaubt und verleihen Ihrem Raum Charakter.
- Zu viele Accessoires verwenden: Übertreiben Sie es nicht mit der Dekoration. Zeigen Sie nur einen Teil Ihrer Deko und verstauen Sie den Rest, um den Raum variabel zu gestalten.
- Zu kleine Teppiche wählen: Achten Sie darauf, dass der Teppich unter dem Esstisch groß genug ist, damit auch die Stühle darauf passen.
- Wandschmuck zu sparsam platzieren: Nutzen Sie die Wände, um Fotos, Poster und Gemälde ansprechend zu präsentieren.
- Den Flur vernachlässigen: Der Flur ist oft der erste Eindruck Ihres Zuhauses. Gestalten Sie ihn einladend und ordentlich.
7. Überholte Einrichtungstipps ignorieren
Es gibt viele Regeln und Tipps, die Sie befolgen können, aber manchmal ist es besser, diese einfach zu ignorieren. Ihr Zuhause sollte vor allem Ihnen gefallen. Hier sind einige überholte Ratschläge, die Sie getrost beiseite lassen können:
- „In einen kleinen Raum passen nur kleine Möbel.“ Große Möbel können in kleinen Räumen großartig wirken, wenn der Rest des Raumes entsprechend gestaltet ist.
- „Eine Zimmerdecke sollte weiß sein.“ Eine dunkle Decke kann Gemütlichkeit ausstrahlen und ist eine persönliche Entscheidung.
- „Große Möbel nur in neutralen Farben anschaffen.“ Wenn Ihnen eine knallige Farbe gefällt, zögern Sie nicht, diese zu wählen.
- „Sie brauchen immer eine Deckenleuchte.“ Mehrere kleine Lampen können eine bessere Lichtstimmung erzeugen.
- „Mehr als eine Metallart darf nicht sein.“ Ein bunter Mix aus verschiedenen Metallen kann spannend wirken.
- „Alle Hölzer müssen zusammenpassen.“ Kombinieren Sie verschiedene Holzarten, um interessante Kontraste zu schaffen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zahlreiche Grundregeln und Tipps gibt, die Ihnen bei der Einrichtung Ihres Zuhauses helfen können. Gleichzeitig gibt es viele überholte Ratschläge, die Sie ignorieren sollten. Letztlich gilt: Ihr Zuhause sollte nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen gestaltet werden.
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