Die ersten Pflanzen im Frühling genießen

Kanne und Hut zwischen Pflanzen im Frühling

Das Frühjahr steht vor der Tür. Das bedeutet: Die Gartenarbeit ruft! Denn nur so werden wir in ein paar Monaten mit einem kleinen Paradies belohnt. Welche Pflanzen im Frühling schon ausgesät werden können und was es dabei zu beachten gibt, kannst du hier nachlesen.

 

Pflanzen im Frühling – erste Aussaat ab März

Die voreiligen Gärtner wird diese Nachricht freuen, denn die ersten Blumen können bereits ab Anfang März ausgesät werden. Blumenzwiebeln bekommst du im Baumarkt, im Blumenfachhandel oder auch bequem online. Denn Frühlingsblüher vertragen auch kältere Temperaturen.

Mensch sät aus für Pflanzen im Frühling

Typische Frühlingsblüher sind beispielsweise:

  • Tulpen
  • Hyazinthen
  • Narzissen
  • Krokusse
  • Schneeglöckchen
  • Primeln
  • Adonisröschen
  • Leberblümchen
  • Stiefmütterchen
  • Hornveilchen

Doch manche Pflanzen für den Frühling müssen schon im Herbst oder spätestens Winter in länger frostfreien Perioden gesetzt werden. Dann ist es möglich, sich schon ab Februar an den ersten Frühlingsboten zu erfreuen.

Pflanzen im Frühling wachsen

Die Schneeglöckchen machen den Anfang und danach folgen die Krokusse. Die restlichen Pflanzen im Frühling blühen ab Ende März. Vielen macht ein Spätfrost nichts aus, beispielsweise dem Stiefmütterchen, während andere Blumen empfindlich reagieren und erst nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden dürfen.

Im Februar beginnt das Vorziehen von Auberginen. Es ist jedoch wichtig, auf genügend Wärme zu achten. Direkt ins Freiland können ab Ende Februar:

  • frühe Sorten von Karotten
  • Feldsalat
  • Winterportulak
  • Palerbsee
  • Knoblauch
  • Kresse

Auch robustere Pflanzen wie die Ringelblume, die Kornblume und das Schleierkraut können direkt ins Freiland gesät werden. Mangold, Spinat, Rote Bete, Lauch und Knollensellerie lassen sich ebenfalls bereits im März aussäen.

 

Ab April folgen Kartoffeln, Kapuzinerkresse, Petersilie, Steckrüben, Pastinaken und Radieschen ins Freie. Decke sie jedoch zum Schutz mit einer Folie oder einem Vlies ab. Bei wärmebedürftigen Gemüsepflanzen wie Tomaten und Paprika und Kräutern wie Oregano, Zitronenmelisse und Beifuß ist es sogar ratsam, sie auf einer Fensterbank vorzuziehen. Auch Sonnenblumen und Kapuzinerkresse sind empfindlich, sodass wir dir raten, sie auf der Fensterbank vorzuziehen: Kleine Schalen werden mit Aussaaterde gefüllt und mit lichtdurchlässigen Deckeln abgedeckt. Dabei sollte die Erde stets handfeucht sein.Paprikapflanzen können mit spezieller Aussaaterde bis Mitte Februar und Tomaten Mitte März gepflanzt werden.

Setzlinge werden für Pflanzen im Frühling gesät

Pflanzen im Frühling – worauf musst du achten?

Durch das Ausbreiten einer dunklen Folie auf dem kalten Boden wird die Erde für die Aussaaten vorgewärmt. Denn die Folie speichert die Wärme der Sonne und gibt sie an den Boden ab. Besitzt du kein Gewächshaus, solltest du die Triebe der empfindlichen Pflanzen für den Frühling, die aus dem Erdboden schauen, schützen. Dafür kannst du Tontöpfe oder lichtdurchlässige Flaschen verwenden.

Beim Pflanzen, nicht nur im Frühling, ist es immer wichtig, dass Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen haben. Wenn du zu eng pflanzt, können sie sich nicht gut entwickeln. Auf der Verpackung wird in der Regel der Mindestabstand, der zwischen den Samen eingehalten werden sollte, angegeben. Wirf also vor der Arbeit noch einen Blick darauf. Zudem solltest du den Boden vor der Aussaat vorbereiten. Bei bestimmten Pflanzen ist es nötig, die Erde  zusammenzustellen und gewisse Zusätze wie Kompost oder Nährstoffe unterzumischen. Achte auch darauf, hier nicht an der falschen Stelle zu sparen. Setze auf Blumenerde von guter Qualität, denn nur dort sind ausreichend Nährstoffe enthalten. Auch solltest du den Boden regelmäßig auflockern und so deinen Pflanzen eine optimale Wachsumgebung bieten.

Hand pflanzt Pflanzen im Frühling

Pflanzen gießen und düngen

Dass du deine Pflanzen regelmäßig gießen solltest, brauchen wir dir wahrscheinlich nicht erst erklären. Doch auch Düngen ist für ein gesundes Wachstum unverzichtbar. Denn das stellt eine ausgewogene Nährstoffversorgung sicher. Hornspäne und Hornmehl sind gute organische Dünger, die die Pflanzen im Frühling insbesondere mit Stickstoff versorgen. Sie benötigen zudem Phosphor und Kalium. Spurenelemente sind meistens in großer Menge reichhaltig in Gesteinsmehlen enthalten.

Der beste Universaldünger ist Kompost, denn er liefert den Pflanzen alles, was sie für ein üppiges und gesundes Wachstum benötigen. Auch den Zeitpunkt für das Düngen solltest du gut wählen. Stauden, Rosen und Rhododendren düngst du idealerweise im April. Langzeitdünger eignet sich für Pflanzen, die Blüten und Früchte entwickeln. Allgemein gilt, dass jede Pflanze und jeder Boden andere Bedürfnisse hat. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welcher Dünger für die jeweilige Pflanze benötigt wird.

 

Zusammenfassung

Auch wenn es noch sehr kalt ist, kannst du die ersten Pflanzen für den Frühling schon im Februar aussäen. Sie freuen sich über verschiedene Pflegemaßnahmen wie das Düngen. Der Handel stellt zum Schutz der Pflanzen viele verschiedene Hilfsmittel wie gelochte Folie bis zu Hüten aus Kunststoff mit Mulden im Dach zur Verfügung. Ist die Folie nicht selbstlüftend, entferne sie tagsüber bei sonnigem Wetter, um eine Überhitzung zu verhindern. Wer sicher gehen möchte, zieht Kräuter oder andere Pflanzen zunächst einmal auf der Fensterbank vor.



LETZTES UPDATE: 18.August 2020 von