Entrümpeln – ein neues Zeitalter beginnt

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Im Laufe der Jahre sammelt sich in den eigenen vier Wänden so Einiges an. Entweder fehlt die Zeit, unnötige Dinge zu entrümpeln, oder schlicht die Lust. Warum nicht jetzt, da viele andere Aktivitäten ohnehin nicht unternommen werden können, für Ordnung sorgen? Auch wenn Trennungen schwerfallen: Ab und zu wirkt das große Reinemachen entlastend. Mit einem durchdachten Konzept fällt die Trennung gar nicht so schwer.

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Der passende Moment

Wie erkennst du ihn, den idealen Moment zum Entrümpeln? Erstens: Motivation zum Entrümpeln, sollte sie doch einmal emporkeimen, kann jederzeit genutzt werden. Zweitens: Wenn die Bude und der Speicher aus allen Nähten platzen, wird es allerhöchste Eisenbahn Ballast abzuwerfen. Auch wenn Haushalte zusammengelegt werden und viele Dinge doppelt vorhanden sind, bietet sich die Gelegenheit geradezu an. Ein eher trauriger Anlass ist es, wenn du ein komplettes Haus mit Inventar erbst. Der Gedanke, etwas zu entsorgen, das einem verstorbenem gehörte, kann für mulmige Gefühle sorgen. Systematisches Vorgehen hilft. Doch nicht nur der Tod von Verwandten ist ein Anlass, sich mit der Thematik Entsorgung zu befassen. Auch wenn du eine Geschäftsauflösung oder Auswanderung planst, ist dies ein Grund, sich von ungewollten Objekten zu verabschieden. Das Entrümpeln fällt meist mit Beendigungen und Neuanfängen von Lebensabschnitten zusammen. Das Ritual des Aufräumens und Umräumens leistet seinen Beitrag zu gelungenen Abschieden und Hoffnung verheißenden Neuanfängen.

Diese Vorteile hast du nach dem Entrümpeln

Hast du den Entschluss gefasst, aber denkst doch darüber nach, die Gegenstände irgendwie unterzubringen, halte dir die Vorteile des Entrümpelns vor Augen. Zunächst wäre da, ganz pragmatisch betrachtet, das neue Platzangebot.

Die neue Ordnung und Übersicht können durchaus zur Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig schaffst du Platz für neue Gegenstände, mit denen du dein Zuhause umgestalten kannst. Wieso nicht die Gelegenheit nutzen und ein komplettes Raum-Makeover probieren? Der übervolle Dachboden birgt alsbald keine Stolperfallen mehr und in den Kellerräumen kannst du endlich deinen Hobbyraum einrichten. Vor allem in kleinen Räumen profitieren vom Entrümpeln. Sie wirken durch die vielen Gegenstände schlicht überfrachtet und erstrahlen nach deiner Aktion in neuem Flair.

Nicht zuletzt tut es der Seele gut, wenn überflüssig Belastendes aus der Wohnung und hoffentlich nachfolgend auch aus dem Kopf verbannt wird. Aus der Wohnung aus dem Sinn sozusagen.

Entrümpeln mit System

Wenn du eine Entrümpelung planst, solltest du nicht einfach loslegen. Hau-Ruck-Aktionen enden meist im Chaos. Du verlierst den Überblick, was letztlich mehr Zeit und Kraft kostet. Diese Methode ist nur dann sinnvoll, wenn du nicht entscheiden musst, was bleibt und was geht. Sinnvoller ist es, Schritt für Schritt zu entrümpeln.

Schritt für Schritt bedeutet beim Entrümpeln entweder Zimmer für Zimmer oder nach bestimmten Kategorien, wie beispielsweise bei der KonMari-Methode. Der Nachteil des methodisch-achtsamen Vorgehens: (Trennungs-)Entscheidungen brauchen Zeit. Egal nach welchem System du letztlich entrümpelst, besorge dir im Vorfeld viele Tüten, Kartons und notfalls einen Container.

So gehst du durchdacht vor

Um nicht vor einem Berg von Unrat zu stehen, stelle zuerst alle Dinge, die zu entrümpeln sind, in einen bestimmten Bereich. Sieh sie dir an und entscheide, ob du die Gegenstände wirklich benötigst oder diese nur unnötig Platz einnehmen. Die Entscheidungsfrage, behalten oder nicht, hat zwei Seiten: eine pragmatische und eine sentimentale. Etwas kann zur Benutzung gebraucht werden. Genauso wichtig kann jedoch der ideelle Wert des Gegenstandes sein. Prüfe alles auf Funktionalität und entsorge defekte und beschädigte Teile. Trenne die Dinge, die dir wichtig sind und bleiben dürfen von denen, mit denen du nichts anzufangen weißt. Bist du dir unsicher, lege diese Sachen an einen gesonderten Platz und wiederhole die Frage, ob du genau dieses Buch oder diesen Rock wirklich noch brauchst. Im Zweifelsfalle überlege weiter, wie lange du diesen Gegenstand schon nicht mehr genutzt hast und ob er nicht jemandem eine Freude bereiten könnte. Dinge, die du nicht über Kleinanzeigen und Inserate verkaufen kannst, können auch an soziale Einrichtungen gespendet werden.

Diese Handlungsweisen helfen dir beim Entrümpeln

 

  • Mach dir bewusst, dass du dich jetzt von Gegenständen trennen wirst
  • Plane Schritt für Schritt, um den Überblick zu behalten
  • Fange mit kleinen Dingen an und steigere dich hin zu den Großteilen
  • Plane die Räume mit Zeitvorgabe ein, um auch effektiv zu entrümpeln
  • Bevor du ihn wegwirfst, prüfe den monetären-, ideellen- und Nutzwert des Gegenstandes
  • Plane die Entsorgung von Gegenständen, die weggeworfen werden müssen
  • Lass dich während der Entrümpelung nicht ablenken
  • Setze dir eine Frist, bis wann alles erledigt sein soll

 

Entrümpeln birgt die Chance zu Abgeschlossenheit und Neuanfang. Lasse sie nicht ungenutzt!



LETZTES UPDATE: 4.März 2021 von