Verhindern Sie den Wintertod: 5 Ursachen für Pflanzenschäden im Garten

Verhindern Sie den Wintertod: 5 Ursachen für Pflanzenschäden im Garten

Pflanzen im Garten benötigen auch in der kalten Jahreszeit eine sorgfältige Pflege.

Wenn im Frühjahr keine Neuaustriebe zu beobachten sind, wird oft der Winter fälschlicherweise als Hauptverantwortlicher betrachtet. In Wahrheit sind es jedoch häufig mehrere Faktoren, die gemeinsam das Überleben der Pflanzen gefährden. Neben extremen Minusgraden spielen auch Pflegefehler, ungünstige Standorte und Witterungseinflüsse eine wesentliche Rolle. Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erläutert die Gründe, warum Pflanzen im Garten den Winter nicht überstehen.

1. Frosttrocknis

Frosttrocknis tritt auf, wenn Pflanzen im Winter über Blätter oder Nadeln Wasser verdunsten, während sie aufgrund gefrorener Böden kein Wasser aufnehmen können. Besonders betroffen sind immergrüne Gehölze, die auch in der kalten Jahreszeit aktiv bleiben. Die Schäden sind oftmals erst im Frühjahr durch braune Blätter oder abgestorbene Triebe sichtbar.

Immergrüne Pflanzen sollten vor dem Winter ausreichend gewässert werden. Gießen in frostfreien Perioden ist ebenfalls ratsam. Ein windgeschützter Standort sowie eine Mulchschicht auf dem Boden tragen dazu bei, das Austrocknen zu minimieren.

2. Starke Temperaturschwankungen

Plötzliche Wechsel zwischen milden Winterphasen und Frost setzen Pflanzen unter Stress. Solche Temperaturschwankungen sind besonders an sonnigen Hauswänden, vor allem in Süd- und Südwestlage, ausgeprägt. Diese Wände bieten zwar Schutz vor kalten Winden, erwärmen sich jedoch auch an sonnigen Tagen erheblich und geben die gespeicherte Wärme wieder ab. Dadurch können Pflanzen vorzeitig aus der Winterruhe geweckt werden, was zu Frostschäden führen kann.

Hauswände sind grundsätzlich geeignete Standorte für empfindliche Pflanzen, sollten im Winter jedoch nicht vollsonnig sein. Leichter Winterschutz in Form von Vlies oder Reisig kann helfen, Temperaturschwankungen abzufedern, ohne den positiven Windschutz zu verlieren.

3. Wintersonne

Die tief stehende Wintersonne kann schädliche Auswirkungen auf Pflanzen haben, da sie die Verdunstung über Blätter und Nadeln anregt, während die Wurzeln im gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen können. Besonders gefährdet sind immergrüne Pflanzen in sonnigen S/W-Lagen, etwa an Hauswänden. Diese Wände bieten zwar Windschutz, speichern jedoch Wärme und verstärken an sonnigen Wintertagen die Aufheizung der Pflanze. Die erhöhte Verdunstung kann zu Trockenstress führen.

Optimal sind Standorte, die vor starkem Wind geschützt sind, aber im Winter keine volle Sonneneinstrahlung erhalten. Alternativ kann eine zeitweise Schattierung der Südseite mit Vlies, Jute oder Schilfmatten vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen, ohne den Windschutz komplett zu verlieren.

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Bildquelle: Bildquelle: Nikita Pishchugin auf Unsplash



LETZTES UPDATE: 6.Januar 2026 von
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