Küchenlampen – Lichtmagie und leiblicher Genuss

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Küchenlampen – ein einfaches Thema, nicht wahr? Mitnichten. Licht in der Wohnung erfüllt je nach Nutzung verschiedene Zwecke. Die Küche ist ein Multifunktionsraum. Selten wird in Küchen nur gekocht, Esszimmer haben vielerorts ausgedient. Küchen sind für viele Lebensgemeinschaften der Lebensmittelpunkt. Liegt es daran, dass wir unbewusst die Nähe zur Futterquelle, dem Kühlschrank schätzen? Gilt in der Küche das Savannenprinzip, dass rund um den nahrungsreichen Grüngürtel am Fluss alle Bewohner der Wildnis aufeinandertreffen? Fest steht, Nahrungsaufnahme und gesellschaftliches Leben gehen Hand in Hand. In der Küche wird gespült, gestapelt, gehortet, gegessen, gescherzt, getanzt, diskutiert und vielleicht nebenbei auch noch gekocht. Damit du dich dabei nicht im Spotlight-Dschungel verirrst, haben wir generelle Aspekte der Küchenbeleuchtung für dich zusammengefasst.

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Warum Lichtplanung wichtig ist

Für jede deiner Tätigkeiten in der Wohnung ergibt sich eine bestimmte Anforderung an die Lichtverhältnisse. Ein Beispiel: das Familienwohnzimmer. Die Minimalausstattung an Wohnzimmerlicht besteht in der Regel aus einer Deckenlampe und einer weiteren, im Idealfall schwenkbaren Leselampe. Das Deckenlicht sollte nicht zu tief hängen, die Fassung offen und die Leuchtquelle relativ hell sein. Es sorgt für ein breit gestreutes Flächenlicht, das den ganzen Raum mit einer adäquaten Grundhelligkeit versorgt. Die Leselampe darf einen größeren Fokus und eine geringere Helligkeit aufweisen. Sie dient als variables Spotlight einerseits der Leseunterstützung oder als passiver Lichtakzent der Stimmungsbeleuchtung. In der Küche gestaltet sich die Situation noch schwieriger. Hier fällt motorische  Feinarbeit an, werden Dinge gelagert, die nach Dunkelheit verlangen und soll für stimmungsvolles Feierabendlicht gesorgt werden. Jedes dieser Dinge verlangt nach einer anderen Lichtquelle. Welches Licht dient welchem Zweck?

Helle Küchenlampen für die Arbeitsfläche

Auf der Arbeitsfläche wird mit scharfen Gegenständen hantiert, Gewürze proportioniert und Rezepte gelesen. Die Küchenlampen der Arbeitsfläche müssen deshalb hell sein, dürfen keine Schatten werfen oder dich durch Reflexionen blenden. Aus diesem Grund raten wir von Deckenlampen im Rücken ab. Zum einen müssten sie sehr hoch hängen, um zu verhindern, dass dein Körper, der sich zwischen Lichtquelle und Arbeitsplatte befindet, keinen Schatten wirft. Zum anderen bedürften sie einer enormen Helligkeit neben der Grundhelligkeit auch auf der Arbeitsplatte für ausreichend Licht zu sorgen. Wenn deine Küchenzeile eine Aussparung zwischen Ober- und Unterbau ist, sind einfach montierbare Lichtleisten mit LED-Leuchtmitteln eine stilvolle und funktionale Lösung. Für freie Wände eignen sich Wandstrahler mit Diffusernetzen. Wenn dich Fenster am Tag mit natürlichem Licht versorgen, ist das wunderbar. Achte jedoch darauf, dass wanderndes Tageslicht Schatten wirft. Diese sollten mit künstlichem Licht ausgeglichen werden.

Das Kocharsenal in Szene setzen

Sei es Küchenschieber, Bratpfanne oder Schöpflöffel – die unverwechselbaren Formen des Küchenwerkzeugs eignen sich für als nur das Kochen. Mit beleuchteten Aufhängungssystemen geben sie auch als Küchendeko eine so stimmungsvolle wie gute Figur ab. Beleuchtete Werkzeugwände dienen hier als Vorbild.

Elegant beleuchteter Stauraum

Küchen haben in der Regel viel genutzten Stauraum. Von Lebensmitteln über Getränke, Haushaltsutensilien, Geschirr und Persönlichem verstaust du in der Küche so viel wie in manchem Speicher. Damit du nicht einen Großteil deiner Zeit mit Wühlen verbringst und deine dunkel zu lagernden Weinschätze bei Bedarf gut in Szene gesetzt werden können, bedarf es einer Innenbeleuchtung von Schubläden und Schränken. Hierfür empfehlen wir kleine LED-Spots. Sie werden nicht heiß, verbrauchen wenig Strom und es gibt sie mit Einschaltsensorik, ähnlich der des Kühlschranks. Lichtfetischisten schwören auf zusätzliche Lichtakzente mittels kleiner, farbiger LED-Leisten beispielsweise versteckt an den Oberkanten überstehender Schubladen. Sie erzeugen Lichtstreifen entlang der Schubladeneinlassungen.

Die Spüle hinterleuchten

Rund um die Spüle, wie auch meistens an der Arbeitsfläche, befindet sich meist ein Spritzschutz. Besonders stylisch finden wir hinterleuchtete Spritzschutzwände aus getrübtem Glas. Für die Spüle empfehlen wir eine Mischung aus Decken- und passivem Wandlicht. Während wir für die Arbeitsfläche eine Helligkeit von mehr als 600 Lumen pro Quadratmeter empfehlen, darf es rund um die Spüle etwas weniger sein. Dennoch sollte aus hygienischen Grund auch der Spülbereich zu den helleren Orten in der Küche zählen.

Küchenlampen für den Essenstisch

Für den Küchentisch empfehlen wir dimmbare Pendelleuchten und Kerzen. Je nach Situation würdigst du kunstvolle Tellerarrangements oder sorgst mit weichem, warmem und abgedunkeltem Licht für Feierabendstimmung bei einem Glas Rotwein. Einkaufszettel und Kochrezepte schreiben sollte auch kein Problem sein. Die Küchenlampe über dem Esstisch sollte im Vergleich beispielsweise zum Wohnzimmerlicht weißer und etwas heller sein. Eine Eingrenzung des Lichtfokus auf den Esstisch hebt das Gesellschaftliche hervor. Wandleuchten können den Rest der nötigen Grundhelligkeit erbringen. Anders als die Kücheneinrichtung kannst du den Küchentisch relativ frei positionieren. Achte bei der Positionierung des Küchentisches auf natürlichen Lichteinfall. Setze in beispielsweise so, dass du falls möglich beim Frühstück das Morgenlicht nutzen kannst.

Mit den richtigen Küchenlampen verwandelst du die Küche zum schönsten Raum der Wohnung. Im fein beleuchteten Ambiente der Küche gibt es knisternde Momente, kombiniert mit leiblichen Genüssen. Im rechten Licht betrachtet wird sogar das Spülen zur Kleinigkeit.



LETZTES UPDATE: 7.März 2021 von