Ein Leben ohne den IKEA-Katalog? IKEA gibt das Ende bekannt!

IKEA Kalatog in Steinen

Eine traurige Nachricht macht seit dem 07.12.2020 die Runde, denn ab sofort stellt IKEA seinen Katalog ein. Während E-Mail-Marketing und Social-Media bei vielen Unternehmen den grauen Printalltag längst abgelöst haben, hielt IKEA seit 1951 eisern an seiner Tradition fest. Doch 70 Jahre scheinen genug. Ab sofort wird es auch bei unserem geliebten schwedischen Kaufhaus keine jährliche Lektüre mehr geben.

Wir verabschieden uns mit mit diesem Beitrag und Fanfaren und einem Paukenschlag in den Ohren von einem Urgestein des Prints.

 

Der Grund: IKEA will digitaler werden

Ist der Schock erstmal verdaut, setzt schnell der Pragmatismus ein. Denn diese Entscheidung war in Hinblick auf die Nachhaltigkeit längst überfällig. Denn die Kataloge werden an alle Haushalte verteilt, die ihre Adresse jemals bei IKEA hinterlegt haben. Und das waren in Deutschland zuletzt 8,5 Millionen Kataloge (Quelle: newsflash24). 8,5 Millionen x 288 Seiten Papier, das wir nach nur einer Benutzung nicht mehr beachten…

Hier stellt sich in Zeiten der Klimakrise wirklich die Frage nach dem Nutzen dieser immensen Papierverschwendung. Da der Blick der meisten Kunden  zuerst auf die Website oder die IKEA-App geht, scheint der IKEA-Katalog nur noch eine liebgewonnene, aber verstaubte Tradition geworden zu sein. Auch in der Redaktion haben wir den Katalog alljährlich wie ein Hochglanzmagazin der neuen Trends gefeiert, durchgeblättert –  und dann unter den Couchtisch verbannt. Bis der nächste Katalog erscheint und den alten ersetzt. Dieser Kreislauf hat nun ein Ende. Und es kann nur besser werden, denn wer die IKEA-App nutzt, weiß, dass hier noch viel Luft nach oben besteht…

 

Corona wird zum IKEA-Push

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat nicht nur bei uns Verbrauchern ein Umdenken erfordert. Denn auch große Unternehmen wie IKEA, die mit monatelang geschlossenen Filialen zu kämpfen hatten, mussten sich auf die neue Situation einstellen. Und haben dabei viel gewonnen, denn in den letzten Monaten stieg der Online-Absatz um fast 5% (Quelle: newsflash24). Es wurde in den Lockdown-Monaten nicht nur gekocht und gebacken, sondern vor allem renoviert, geschraubt und gebohrt. Das hat dem Großkonzern wohl nun die Augen für die digitale Wirtschaft geöffnet und tüftelt hinter verschlossenen Türen über neue digitale Marketing-Strategien.

Wir sind gespannt…



LETZTES UPDATE: 8.Dezember 2020 von